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#106 Sensibler Hund? So unterstützt du ihn im Alltag.

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Sensibler Hund? So unterstützt du ihn im Alltag.

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So findest du heraus, ob dein Hund hochsensibel ist

Hast du dich auch schon mal gefragt, ob dein Hund sensibler ist, als andere? Empfindlicher auf seine Umwelt oder generell auf mehr Reize reagiert? Ist er sehr schnell gestresst, braucht viel Zeit zur Erholung, tut sich schwer mit neuen Gewohnheiten oder nimmt sich intensiv der Stimmung anderer Menschen oder Hunde an? Sensibilität kann in verschiedenen Sinneswahrnehmungen ausgeprägt sein: hören, riechen, schmecken, sehen und fühlen. All diese Faktoren können darauf hindeuten, dass dein Hund ein sehr empfindsames Wesen ist. Möchtest du hier noch mehr Gewissheit haben und etas tiefer in das Thema Sensibilität und Hochsensibilität einsteigen, höre gerne in unsere Podcastfolge #091 Hochsensibilität bei Hunden erkennen rein.

Wie kann ich meinen sensiblen Hund unterstützen?

Um einen groben Leitfaden zu haben, der dir bei der Unterstützung deines Hundes dient, kannst du dich ganz einfach an den folgenden drei Fragen orientieren: WIE kann ich erreichen, dass mein Hund entspannter wird? WOMIT kann ich meinem Hund helfen, damit er besser mit den aufregenden Situationen klarkommt? WAS kann ich für mich selbst tun, damit ich gelassen mit den Problemen umgehe?

Wie kann ich erreichen, dass mein Hund entspannter wird?

Versuche die Balance zwischen Ruhe und Auslastung für deinen Hund zu finden. Viele sensible Hund sind schon einen Großteil des Tages damit beschäftigt, die wahrgenommenen Reize über den Tag hinweg zu verarbeiten. Oftmals ist hier gar nicht so viel extra mentale Auslastung erforderlich. Wir sehen häufig, dass wir als Halter nur das Beste für unseren Hund wollen, planen viele tolle Ausflüge und Stunden auf dem Hundeplatz. In der Regel ist das super und entspricht auch der Wunschvorstellung vieler Hunde! Vielen sensiblen Hunden ist dies häufig einfach zu viel. Versuche, mehr Entspannung in den Alltag zu bringen, indem du deinen Hund beobachtest und finde heraus, an welchen Tagen es besonders viel Input für deinen Hund gab und versuche als Ausgleich in den nächsten Tagen etwas weniger Action in den Alltag zu bringen, um deinem Hund die Chance zu geben, die Erlebnisse zu verarbeiten und herunterzufahren. In der Podcastfolge #036 Wie viel Auslastung braucht mein Hund? – So findest du die Balance findest du zudem eine Anleitung, wie du herausfindest, welcher Grad der Auslastung für deinen Hund geeignet ist. Um im Training und Alltag mehr Entspannung zu erzeugen, kannst du zudem am besten in kürzeren Trainingsintervallen trainieren, und dich gemeinsam mit deinem Hund nach und nach in kleinen Schritten im Tempo deines Hundes an neue Situationen herantrauen, um ihn nicht zu überfordern. Gib ihm Zeit, sich an die neuen Dinge zu gewöhnen.

Womit kann ich meinem Hund helfen, damit er besser mit den aufregenden Situationen klarkommt?

Schaffe einen Kraftort / Ruheort, an dem sich dein Hund ungestört immer und zu jeder Zeit hin zurückziehen kann, falls ihm mal alles zu viel wird. Wenn sich dein Hund gut fühlt und entspannt ist, könnt ihr an diesem Ort auch gemeinsam meditieren, entspannen oder Massagen oder Tellington TTouch durchführen. Dies aber bitte nur, wenn dein Hund die Nähe in dem Moment auch wünscht. Denn sein Ruheort soll sein Rückzugsort sein, an den er sich immer in Sicherheit wiegen können sollte. Auch Ruhe auf Signal kann hier gut geübt werden. Generell helfen in aufregenden Situationen auch immer die Bachblüten Nr. 39 – die sogenannten Rescue-Tropfen, die (ohne Alkohol bitte!) in jeder Apotheke erhältlich sind. Ist dein Hund geräuscheempfindlich, kannst du dir angewöhnen, mit einem Softclicker zu arbeiten, der sehr leise und langsam klickt. Bei geruchsempfindlichen Hunden empfehlen wir, auf stärkere Gerüche in der Wohnung und Umgebung zu verzichten: Duftkerzen, Räucherstäbchen, Duftbaum im Auto etc. Bei empfindungssensiblen Hunden ist es ratsam, sich langsam an neue Untergründe und Bodenbeschaffenheiten heranzutasten und nicht zu viele neue Eindrücke auf einmal zuzulassen. Auch größere Menschenmengen könnten hier schwierig werden. Sollte dein Hund Probleme damit haben, diese also besser meiden.

Was kann ich für mich selbst tun, damit ich gelassen mit den Problemen umgehe?

In erster Linie hilft es, für sich anzunehmen, dass man einen sensiblen Hund hat und dass dies weder bedeutet, dass dein Hund krank ist, noch dass es etwas Schlechtes ist. Sensible Hunde deuten uns auf so vieles hin, reflektieren unsere Stimmung und zeigen uns häufig, dass wir auch selbst viel mehr Zeiten für Ruhe und Entspannung in den Alltag etablieren sollten. Auch haben wir durch den Effekt der Stimmungsübertragung mehr als bei nicht sensiblen Hunden die Möglichkeit, einen positiven Einfluss auf unseren Hund zu nehmen, ihm Sicherheit zu vermitteln und in eine positive Stimmung zu versetzen. Um dich selbst zu beruhigen helfen immer auch Atemübungen, Meditationen und zu visualisieren.

CREDITS INTRO / OUTRO
Italian Afternoon von Twin Musicom ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution license (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) lizenziert.
Interpret: http://www.twinmusicom.org/

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