#121 Meditation für tiefe Harmonie zwischen dir und deinem Hund
#121 Meditation für tiefe Harmonie zwischen dir und deinem Hund
13. November 2019
Pawsitive Life Coaching®

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Wie du Schuldgefühle beim Alleinelassen deines Hundes loswirst

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Unsere innere Welt, unsere Stimmung und unser Wohlbefinden haben einen ganz wichtigen Einfluss auf die innere Welt und Stimmung unserer Hunde. Und genau deshalb beschäftigen wir uns in der heutigen Folge mit einer ganz bestimmten Frage: “Wie werde ich die Schuldgefühle los, die ich empfinde, wenn ich meinen Hund zu Hause alleine lasse?” Eine Frage, die sich viele Hundehalter täglich stellen. Deshalb teilen wir heute unsere besten Tipps mit dir, wie du diese Schuldgefühle endlich loswirst.

Für viele ist es ein sensibles Thema, den eigenen Hund “allein” zu lassen. Man fühlt sich schuldig, ihm nicht die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die er vielleicht gerne hätte oder hätte haben können. Insbesondere Personen, die sich emotional nicht so gut abgrenzen können, sind davon betroffen.

1. Tipp: Gefühle annehmen und verändern


Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass sich die eigene Stimmung immer auch auf den Hund überträgt. Fühlen wir uns schuldig und schwingen niedrig, nimmt unser Hund unsere Stimmung wahr und fühlt sich ebenfalls unbehaglich. Wir tun also nicht nur uns selbst einen Gefallen, wenn wir uns gut fühlen, sondern auch unserem Hund. Versuche dich nicht gegen das unangenehme Gefühl zu wehren, sondern es anzunehmen, sonst finden wir keine Lösung.


Geh in die Annahme. Nimm das Gefühl an, wenn du es verspürst, lass es zu, es darf da sein. Alle unsere Gefühle haben ihre Berechtigung. Das ändert unsere Motivation meist von Grund auf, wenn wir die Situation aus diesem Blickwinkel betrachten. Du kannst aktiv deine Stimmung verändern, in den du zuerst das Gefühl annimmst und dann gehen lässt, bringe dich auch gedanklich in die Situation, wie es sein wird, wenn dein Hund ganz entspannt, zufrieden und glücklich in seinem Körbchen liegt und es einfach nur genießt, genauso so gerade zu sein.
Oder führe dir das Gesicht deines Hundes vor Augen, wenn er gerade schläft, denn solche Vorstellungen schütten in unserem Gehirn die Glückshormone Oxytocin und Serotonin aus und sorgen dafür, dass wir uns gut fühlen.


2. Tipp: Der Hund wächst daran

Hunde können auch mal etwas aushalten! Natürlich sollten wir unsere Hunde bei Trennungsangst oder Isolantionspanik nicht sich selbst überlassen und dies sollte unbedingt mit Training angegangen werden - aber bei kleineren Unannehmlichkeiten können wir unseren Hund auch einfach mal “aushalten” lassen. Wir selbst müssen auch durch unangenehme Situationen durch, oftmals mehrfach am Tag. Jeder von uns muss ein Stückchen seine Komfortzone verlassen. Wir sollten natürlich immer darauf achten, dass sich hier die Waage der Sicherheit von uns an den Hund und die Selbstständigkeit des Hundes hält. 


Unangenehme Situationen wird es immer geben, auch unsere Kinder können wir nicht vor allen unangenehmen Situationen bewahren! Das geht nicht und sollte auch nicht so sein; denn nur aus diesen Situationen lernen wir und gehen gestärkt daraus hervor.


Hunde empfinden das Alleinebleiben vielleicht gar nicht als so unangenehm, wie wir oftmals meinen, sondern empfinden das auch mal als angenehm! Sieh es als Wachstum für dich und dein Mensch-Hund-Team an. Nur wenn dein Hund und auch du gewisse Komfortzonen verlassen, kann Wachstum stattfinden. Du wirst das Gefühl lieben, wenn du gemeinsam mit deinem Hund diese sichere Zone verlassen hast und dich dieser Aufgabe gestellt hast.


3. Tipp
: Zeit alleine tut gut - auch Hund
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Wenn der Hund gelernt hat, entspannt allein zu bleiben, genießen einige Hunde auch mal die Stille und Ruhe und nutzen das Alleinebleiben als Erholung. Das sollte natürlich nicht stundenlang andauern, aber es kann Hunden durchaus auch gut tun, auch um ihn in seiner Selbstsicherheit zu stärken - denn alle erfolgreichen Erfahrungen tragen dazu bei, dass dein Hund sich selbstsicherer fühlt. Es gehört also dazu und ist sogar wichtig für die persönliche Entwicklung deines Hundes. Daher ist es sogar unsere Empfehlung, den Hund immer mal wieder zumindest für kurze Zeit alleine zu lassen.
Wenn dein Hund allerdings nicht entspannt alleine bleiben kann, dann höre dir unbedingt unsere Podcastfolgen zu dem Thema an, denn mit einer trennungsbedingten Störung ist natürlich nicht zu spaßen: 


Podcastfolge #063 Trennungsangst - Was tun bei trennungsbedingter Störung

Podcastfolge #084 Entspannteres Alleinebleiben durch Abschiedsrituale

Podcastfolge #104 Daran erkennst du, dass dein Hund nicht entspannt alleine bleiben kann

4. Tipp
: Me-Time ist wichtig!

Man kann nur dauerhaft stark für seinen Hund sein, wenn es einem selbst gut geht. Dazu gehört auch regelmäßige Me-Time, um in Balance zu bleiben und sich mit sich selbst auseinander zu setzen, z.B. für eine Stunde Yogakurs in der Woche, in Ruhe zu lesen, in der Badewanne entspannen - wirklich mal Zeit nur für dich, auch ohne deinen Hund!

Oftmals merkt man nicht, dass einem das gut tun würde und denkt sich, man könne die Zeit doch viel besser investieren, um etwas mit dem Hund zu machen oder zu arbeiten, etwas im Haushalt zu tun oder ähnliches. Dabei ist es super wichtig, täglich auf kleine Auszeiten zu achten, denn legt man diese nicht ein, braucht man irgendwann viel länger Zeit, um überhaupt herunterfahren zu können. Wenn uns dann bewusst wird, dass wir uns selbst vernachlässigt haben, kommt die Retourkutsche. Es ist besser, jetzt schon in Balance zu kommen und zu bleiben, regelmäßig an sich selbst zu denken.

Beim nächsten Mal, wenn du deinen Hund allein Zuhause lässt, weil du zu deinem Yogakurs fährst, freue dich also, dass du damit nicht nur dir sondern durch deine entspannte und ausgeglichene Stimmung auch deinem Hund etwas Gutes tust. 
Alles, was dir gut tut, kannst du weitergeben. Wenn du deinen Akku auflädst, kannst du wieder mehr für andere da sein und gütig sein.


Notfall-Tipps


Wenn du trotz dieser Tipps weiterhin ein unangenehmes Gefühl im Magen hast oder dir schon die Tränen in den Augen stehen, wenn du die Wohnung verlässt, haben wir hier noch ein paar akute Notfall-Tipps für dich:

  • Halte kurz inne, bleib stehen und atme. Atme drei Mal tief durch. Durch die Nase tief in den Bauch ein und tief durch den Mund wieder aus. Gerne auch mehr als drei mal, bis du merkst, dass du ruhiger wirst.
  • Überlege dir: Was kann im schlimmsten Fall passieren? Der worst case ist meist gar nicht so schlimm. Kann dein Hund überhaupt nicht alleine bleiben, ist natürlich ein Training erforderlich und wichtig. Aber kann er bereits alleine bleiben: Was kann schlimmeres passieren, als dass er vielleicht mal bellt oder sich in der Wohnung umsieht?

  • Falls du die Kontrolle benötigst, gibt es die Möglichkeit, eine Kamera zur Überwachung aufzustellen. Das kann dir mehr Sicherheit geben, jedoch kann es auch das Gegenteil bewirken. Daher stell dir ein Limit, wie oft du deinen Hund über die Kamera beobachtest, um nicht noch mehr in das Schuldgefühl zu rutschen und es in den ganzen Tag mit dir herumzutragen.
 Hab Vertrauen zu deinem Hund! Unsere Hunde sind zwar in den äußeren Rahmenbedingungen wie Futter, Wasser und sonstiger Grundversorgung von uns abhängig, aber sie sind deshalb keine hilflosen Wesen, die nicht merken, was gut für sie ist. Unsere Hunde sind immer noch selbstständig denkende und handelnde Geschöpfe, die Kleinigkeiten unter Umständen auch mit sich selbst ausmachen können.


    Visualisieren


    Konzentriere dich auf den Best-Case!

    Stell dir vor, wie sich dein Hund in deiner Abwesenheit im Optimalfall, also in seinem „Bestcase“ verhalten wird. Das vermittelt dir ein entspanntes Gefühl.
 Frage dich, was du jetzt schon tun kannst, damit es dir besser geht und das Gefühl ertragen lernst, es im Optimalfall in ein gutes Gefühl shiften kannst? Schiebe es nicht ewig auf und warte darauf, dass es irgendwann in der Zukunft eintreten wird, sondern sorge dafür, dass du jetzt schon etwas dafür tust, um dir dein Ziel - zumindest zum Teil - schon jetzt hier in die Gegenwart zu holen. Geh z.B. auf einen kurzen 10 Minuten Spaziergang. In diesem Fall weißt du, dass deinem Hund in dieser kurzen Zeit nichts passieren kann. Du verschaffst dir also das gute Gefühl, wenn du wieder nach Hause kommst und siehst, wie seelenruhig und entspannt dein Hund in seinem Körbchen liegt und kannst dir dieses Bild im Kopf behalten und zum Visualisieren heranziehen. Oft haben wir mehr Angst vor der Angst selbst, als vor der konkreten Situation.


    Zusammenfassung

  • Gefühle annehmen und ins positive verändern: Lass die Angst los!
  • Wir können nicht alles Unangenehme von unseren Hunden fernhalten. Ein paar Stunden Ruhe und Alleinesein genießen viele Hunde sogar.
  • Self-Care: Du kannst nur stark für deinen Hund sein, wenn du selbst in Balance bist.
  • Durchatmen und den Best-Case visualisieren.
  • Bringe dich in die Stimmung, dass es deinem Hund gut geht. Werde genau heute aktiv und setze den ersten Schritt der Visualisierung um, um deine Visualisierung in die Gegenwart zu holen.
Mach auch gerne mal eine Meditation, um dich selbst herunterzufahren, z.B. unsere letzte Podcastfolge #121 Meditation für tiefe Harmonie zwischen dir und deinem Hund

    Wichtig ist, dass du dranbleibst und dir die 5 Tipps immer wieder vor Augen führst, damit das unangenehme Gefühl in dir gehen darf und du dich mit positiven Gefühlen von deinem Hund verabschieden kannst.

    Lass uns gerne deine Gedanken zur Folge da!


    CREDITS INTRO / OUTRO
    Italian Afternoon von Twin Musicom ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution license (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/) lizenziert.
    Interpret: http://www.twinmusicom.org/

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